Aktionen der Sprachlernklassen

Eine kleine Exkursion im September für die Sprachlernklasse 4

An einem sonnigen Tag im September tauschten wir das Klassenzimmer als Lernort mit dem Besuch im Freilandlabor in Zehlendorf.

Wir, das ist die Sprachlernklasse 4. Wir lernen seit ca. einem Jahr Deutsch, können auch schon einiges und bereiten uns darauf vor, bald in eine Regelklasse oder in eine  außerschulische Institution zu wechseln.

Wir waren alle überrascht, wie schnell wir mitten aus Steglitz in diesen naturbelassenen Garten gelangen konnten.

Als erstes lernten wir den Unterschied zwischen einer Streuobstwiese und einer Obstplantage kennen. Auf dieser Streuobstwiese stehen verschiedene Obstbäume auf einer Wiese verteilt, die nicht wie in einer Plantage geordnet in vielen Reihen stehen müssen, in denen es auch immer nur eine bestimmte Sorte gibt.

 

Auf dem Gelände gibt es natürlich auch Bewohner: Ein Imker hat dort mehrere Bienenstöcke und konnte in diesem Sommer hier zum ersten Mal Honig gewinnen.

Außerdem gibt es mehrere Insektenhotels, die es den Insekten ermöglichen, Eier abzulegen bzw. Unterschlupf zu finden.

 

Interessant war, was mit dem ganzen Laub des vergangenen Jahres geschehen ist: Fast das komplette Laub war zersetzt. Zuerst haben kleine Lebewesen, wie Bakterien, dann die etwas größeren angefangen, das Laub zu zersetzen, bis man nur noch das „Blattskelett“ hat. Hier dürfen sich jetzt noch einmal die Regenwürmer satt fressen.

Zum Abschluss durften wir den Honig des Freilandlabors probieren. Er hat selbst den zunächst skeptischen Schülern gut geschmeckt.

 

 

Projekttage mit der Sprachlernklasse in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Tine Steen....

Projekttage in der Sprachlernklasse 4

Die Projekttage in den Regelklassen der Helene-Lange-Schule haben wir dazu genutzt, mit der Künstlerin Tine Steen ebenfalls ein Projekt durchzuführen.

Da wir im vergangenen Jahr bereits ein Guerilla-Knitting-Projekt mit ihr gemacht haben, bei dem wir einen Baum „bestrickt“ haben, wollten wir dieses Mal kein Projekt mit Textilien machen.                                 

Die Künstlerin hatte zwei super interessante Vorschläge: Wir bauten zunächst einen Hocker und hatten dann noch Zeit, Duct-Tape-Wallets (Brieftaschen aus sehr festem Klebeband) anzufertigen.

Am ersten Tag erfuhren wir Interessantes über den „Erfinder“ des Berliner Hockers. Es ist der Künstler und Architekt Van Bo Le-Menzel, der selbst als Kind aus Laos nach Berlin kam. Er entwirft Möbel, die nicht viel kosten, die man selbst bauen kann und nennt sie selbst Hartz IV-Möbel. Die Anleitungen dafür findet man im Internet. Wir machten zunächst einen interessanten Besuch ins Bauhaus, was für die meisten Schüler völliges Neuland war. Einige waren erstaunt, was es dort alles zu kaufen gibt.                                                  

Außerdem wurde sogar das Holz passend zugeschnitten, wir mussten es nur noch  in die Schule transportieren. Am nächsten Tag ging es los: Wir durften eigenständig mit der Bohrmaschine die Löcher für die Schrauben bohren. Einige von uns zögerten zunächst, weil wir nichts falsch machen wollten und noch nie selbst ein Loch gebohrt hatten.

Als wir danach die Bretter zu einem Hocker zusammen geschraubt hatten, waren wir sehr stolz. Denn die Hocker sind sehr flexibel zu gebrauchen.

                                                                                                

Da wir noch einen weiteren Tag zur Verfügung hatten, haben wir noch Duct-Tape-Wallets angefertigt. Das war eine klebrige Angelegenheit ;-). Aber als wir erst einmal wussten, worauf es ankommt, sind sehr schöne, individuelle Wallets  entstanden.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Helene-Lange-Schule