"denkmal aktiv" Kulturerbe trifft Schule

„Gebaute Geschichte erleben, das Kulturerbe als Teil der eigenen Historie erkennen sowie die Chance ergreifen, sich für den Erhalt eines Baudenkmals zu engagieren – das sind die Ziele von „denkmal aktiv“ dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz : Junge Menschen erforschen ein ganzes Schuljahr das kulturelle Erbe in ihrem Lebensumfeld - im Unterricht, einer AG oder im Ganztagsangebot.

 

Entdecken, was uns verbindet – so lautet der Titel des diesjährigen Projektthemas der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin.

 

Die Helene-Lange-Schule nimmt in diesem Schuljahr erstmalig am Schulprogramm der Deutschen Denkmalstiftung und zwar in einem Schulverbund zusammen mit der Halverson Schule und der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule teil. 

Im Folgende wird die Projektidee an der HLS näher erläutert:

 

Geistebahnhöfe in Berlin - Zeitzeugen einer geteilten Stadt (Historie und Wandel)

Schwerpunktmäßig wird sich der 11.Jahrgang der HLS ein ganzes Schuljahr lang mit diesem Thema befassen, unterstützt durch den Wahlpflichtkurs Kunst des 10. Jahrgangs.

"Entdecken, was uns verbindet“  Die Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule wollen sich diesem Thema im Hinblick auf Austausch und Bewegung im wahrsten Sinne des Wortes nähern. Die Bahnhöfe der Berliner Hoch- und Untergrundbahn sollen unter verschiedenen Aspekten genauer betrachtet werden. Ein ganz besonderes Augenmerk soll dabei auf die sogenannten 'Geisterbahnhöfe' gelegt werden - Verkehrsbauten, die einem besonderen Wandel der Geschichte unserer Stadt unterlagen.

Unter dem Motto 'Wer die Vergangenheit versteht, der kann die Zukunft besser gestalten' setzen sich die Schülerinnen und Schüler lernend im unmittelbaren Erfahrungsraum der Großstadt Berlin mit der Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs und seiner Geschichte auseinander.

In einer allgemeinen Einführung wird es darum gehen, was ein Denkmal ist und warum der Erhalt von Kulturdenkmälern wichtig ist, sich die eigene kulturelle und historische Identität bewusst zu machen und weiter zu entwickeln. Die Begegnung mit Denkmälern vor Ort kann Schülerinnen und Schülern helfen, die eigene Lebenswirklichkeit zu verstehen und ihnen eigene Gestaltungsspielräume eröffnen.

In der ersten Projektphase ( vorauss. 15. bis 19. Oktober 2018) besuchen die Schülerinnen und Schüler den Ausstellungsort „Nordbahnhof“ zum Thema 'Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin’. Des weiteren ist eine Führung durch den „Geisterbahnhof Nordbahnhof“ geplant. Der Nordbahnhof in Berlin steht stellvertretend für einige der sog. „Geisterbahnhöfe“, die während der Deutsch-deutschen Teilung in unserer Stadt existierten.

Die Schüler werden angehalten die Besuche in der Gedenkstätte zu dokumentieren, um das Erlebte im Anschluss präsentieren zu können. In Vorbereitung auf die Präsentationsprüfung zum 'Mittleren Schulabschluss' lernen die Schüler somit sachliche Informationen zu sammeln, diese zu bearbeiten, auch künstlerisch, und in angemessener Form darzulegen.

Die Besonderheit der Situation soll den Schülerinnen und Schülern durch einen Zeitzeugen, der mit ihnen die Exkursionen und die Absurdität der Teilung bespricht, näher gebracht werden. Der Besuch beimTheater Strahl und der anschließenden Workshop soll Schülern/innen die Möglichkeit geben, durch szenisches Darstellen die Zeit der Teilung ihrer Stadt nachzuvollziehen und emotional zu erleben.

Ein Besuch des 'Museum für Verkehr und Technik' gehört zur Planung des Vorhabens, um die Unterschiedlichkeit und die Entwicklung der Mobilität in Berlin verständlich zu machen.

Die individuelle und eigenständige Arbeit unser Schülerschaft soll dabei insbesondere gefördert werden in Einzel-, Paar- oder Gruppenarbeit. Im Rahmen des Deutschunterrichts gilt es Diskontinuierliche Texte (Diagramme, Zeitungsartikel ect.) verstehen zu lernen, Informationen zu bündeln und eine eigene Broschüre zum Thema 'Geisterbahnhöfe' zu erstellen.

Im Rahmen des Kunstunterrichts sollen Digitalfotografien vom Besuch unterschiedlicher Stätten dokumentiert und bearbeitet werden und als spätere Arbeitsgrundlage für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema 'Geisterbahnhöfe' dienen. 

Gestaltungsspielraum bietet dabei die eigene Vorstellung und künstlerische Umsetzung (Modellbau, Collage, Assemblage ...)eines individuell gestalteten Geisterbahnhof. 

Die Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs beschäftigen sich über das gesamte Schuljahr 2018/19 an diesem Projekt. 

Ziel ist es,  eine umfassende Dokumentation im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung in unserer Schule, aber auch zusammen mit den beiden Verbundschulen zu erarbeiten.

Dabei soll allen Schülern unserer Schule nahe gebracht werden, sich aktiv für Denkmalschutz und Denkmalpflege zu engagieren.

Das Projekt soll Lehrer, Schüler und Eltern zum Nachdenken anregen, dass Denkmäler eine wichtige Rolle in unserer Lebenswelt spielen; oftmals auf so selbstverständliche Weise, dass wir uns erst darüber bewusst werden, wenn plötzlich etwas verändert oder entfernt wird.

 
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