Exkursion "Botanischer Garten"

Am Freitag, den 19.10.18, besuchten wir im Rahmen des Biologie Profilkurses den Botanischen Garten. Unser Ziel war die Anpassung von Pflanzenarten an verschiedene Lebensräume (Vegetationszonen) bezüglich ihres Wasserhaushalts genauer zu betrachten.

 

Der Botanische Garten präsentiert eine große Diversität von Pflanzen, die je nach Art und Klima- bzw. Vegetationszone unterteilt und in eins von 15 Häuser kultiviert werden. Wir haben uns alle Häuser angeschaut, wobei wir uns auf die Wurzeln und Blätter der verschiedenen Pflanzen konzentriert haben, da durch ihnen die Wasseraufnahme und -transport stattfinden. Pflanzen brauchen Wasser, für verschiedene Stoffwechselreaktionen und für den Transport von Stoffen. Zudem haben Pflanzen die Möglichkeit ihren Wasserhaushalt zu regulieren und sich an verschiedene Lebensorte anzupassen.

 

So findet man Trockenpflanzen (Xerophyten) an wasserarmen Standorten, wie z. B. Wüsten. Sie haben wenige bis gar keine Blätter, aber dafür ein tiefes, weitverzweigtes Wurzelsystem, wodurch sie große Mengen an Wasser aufnehmen und speichern. Dazu gehören die Kakteen.

 

 

In Feuchtbiotope, z. B. im Regenwald, befinden sich Feuchtpflanzen (Hygrophyten). Diese besitzen große, zahlreiche Blätter und sind haben flache und lange Wurzeln oder Luftwurzeln, d.h. dass sie Wasser hauptsächlich aus der Luftfeuchtigkeit und der Bodenoberfläche entnehmen.

Wasserpflanzen (Hydrophyten) leben auf oder unter dem Wasser, beispielsweise in Sümpfe oder am Ufer. Viele Wasserpflanzen verfügen über Luftleitgewebe (Aerenchym), was für die Aufnahme und Transport von Sauerstoff zuständig ist. Freischwimmende Pflanzen haben große, schwimmende Blätter mit Spaltöffnungen an der Oberfläche und eine dünne Epidermis, da für sie keine Austrocknungsgefahr besteht. Unterwasserpflanzen bilden kleine Blätter. Die Wurzeln dienen nur als Verankerung und Nährstoffaufnahme im Boden.Sie haben auch keine Cuticula.

Ganz besonders sind die fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren). In der Natur findet man sie meist in Sumpfgebiete. Da das Wasser einen geringen Nährstoffanteil hat, ernähren sie sich u.a. von kleinen Insekten, um Stickstoff aufzunehmen. Es gibt verschiedene Methoden dies zu tun. Sie nutzen ihren Duft, um Insekten und Spinnen anzulocken und fangen sie anschließlich mit ihre Fangblätter. Andere sind mit Tentakel-Blätter ausgestattet, an denen Insekten kleben bleiben oder besitzen röhrenförmige Blätter, in denen die Beute in einen ‚Trichter‘ rutscht und dort verdaut werden

Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich Pflanzen aussehen können und wie sie sich verändert und angepasst haben. Uns hat der Ausflug sehr gefallen, denn wir haben viele neue Sachen gelernt.

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