Kinobesuch der 9e am Internationalen Tag gegen Rassismus

„Ich hätte nicht gedacht, dass der Film so gut ist. Es hat sich gelohnt, hinzugehen“, sagt Karl aus der 9e.

            Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus waren wir am Donnerstag, dem 21.3.2019, als eingeladene Gäste der Heinrich-Böll-Stiftungund von DeutschPlus - Initiative für eine Plurale Republikbei der Filmvorführung des diesjährigen Oscargewinners GREEN BOOKim Kino Hackesche Höfe mit einer anschließenden Gesprächsrunde mit dem Schauspieler und Filmemacher Tyron Rickets, der Schauspielerin Thelma Buabeng, die Erziehungswissenschaftlerin Aylin Karabulut von der Universität Duisburg-Essen und Benjamin Steinitz von Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus.

            Im Film geht es um die mit der Zeit wachsende Freundschaft zwischen dem afroamerikanischen Pianisten Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) und seinem italoamerikanischen Fahrer Tony Lip (Viggo Mortensen). Dabei wird der strukturelle Rassismus der USA in den 1960er Jahren aufgezeigt und die Überwindung des individuellen Rassismus thematisiert.

            Die Podiumsgäste haben diesen Film zum Anlass genommen, über den aktuellen Rassismus und Antisemitismus insbesondere in Deutschland zu sprechen. Sie haben uns dabei über Hintergründe informiert und unser Bewusstsein hinsichtlich der klischeehaften Darstellung von POC (People of Color) in den Filmen geschärft. Sehr wertvoll war dabei auch der kinogeschichtliche Überblick und die Skizzierung der Entwicklung dieser Phänomene bis zur heutigen Zeit. Die Schüler*innen wurden dabei dafür sensibilisiert, dass auch ein gutgemeinter, antirassistischer Film wie GREEN BOOK an manchen Stellen selber jene Klischees bedient. Dennoch muss man mit Freude und Zuversicht betonen, welche positive Entwicklung bei der Minimierung solcher Stereotype im Kino und unserer Gesellschaft beobachtet werden können.

 

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