Sally Parel, ein Zeitzeuge berichtet

Sally Perel, ein Zeitzeuge berichtet:

 

Der Jude Sally Perel wurde 1925 in Peine geboren. Seine Eltern waren fromme Juden. Im Alter von 10 Jahren flüchtete er mit seiner Familie vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach Polen. Als deutsche Truppen 1939 in Polen einmarschieren, floh er weiter nach Russland, wo er 1941 der deutschen Wehrmacht in die Hände fiel. Er rettete sich vor dem sicheren Tod, indem er eine neue Identität als Hitlerjunge Josef Perjel annahm. 

Er erinnerte sich daran, was seine Mutter ihm zum Abschied sagte: “Ihr sollt leben!“ Und er wusste, seine einzige Chance war, sich als Volksdeutscher auszugeben und die Uniform derer zu tragen, die Menschen seines Glaubens verfolgten.

Seine Geschichte hat er in dem Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ veröffentlicht. Warmherzig und humorvoll reflektierte Sally Perel in seiner Lesung die Ereignisse seines Lebenswegs und legte seine Gedanken und seine innere Zerrissenheit offen. Er betonte immer wieder seine Botschaft an die Jugendlichen: „Engagiert euch gegen Rassismus! Die Geschichte ist die beste Lehrmeisterin.“ Als Zeitzeuge berichtete er und hinterließ die Jugendlichen als die neuen Zeitzeugen mit dem Appell, sich in der Welt heute gegen Hass und aufkeimenden Populismus einzusetzen.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Helene-Lange-Schule